Evaluation

Brandenburg weite Evaluation der Angebotsstruktur im Bereich Früher Hilfen

Im Rahmen der Bundesinitiative Netzwerk Frühe Hilfen und Familienhebammen unterstützt das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gemäß § 3 Abs. 4 KKG den Aus- und Aufbau der Netzwerke Frühe Hilfen und den Einsatz von Familienhebammen auch unter Einbeziehung ehrenamtlicher Strukturen. Ziel ist eine Stärkung der Frühen Hilfen, die sich an alle Eltern ab der Schwangerschaft und an Eltern mit Kleinkindern wenden, um über Unterstützungsmöglichkeiten zu informieren und insbesondere Eltern in belasteten Lebenslagen spezifische Hilfen anzubieten. Die Brandenburger Angebotsstruktur bietet hierzu bereits ein Spektrum an Leistungen für Familien in der Schwangerschaft, um die Geburt und in den ersten Lebensjahren des Kindes.

Bislang liegen in Brandenburg jedoch keine vollständigen Daten über die aktuelle Angebotsstruktur im Bereich Früher Hilfen vor. Eine Brandenburg weite Erhebung soll erste Ergebnisse zu den vorhandenen und entstehenden Strukturen liefern,  Datenlücken schließen und damit eine qualifizierte Datenbasis gemäß § 2 KKG bereitstellen. Die Landeskoordinationsstelle Frühe Hilfen im Land Brandenburg unterstützt in diesem Zusammenhang die Kommunen durch die Bereitstellungen eines landeseinheitlichen Erhebungsbogens.

Die gewonnen Daten werden von der Landeskoordinationsstelle ausgewertet und in geeigneter Form öffentlich nutzbar gemacht. Sie sollen allen AkteurInnen, aber auch NutzerInnen als Arbeits- und Orientierungshilfe dienen.

Die Arbeitsmaterialien können hier heruntergeladen werden:

Erhebungsbogen zur Erfassung der Angebote Früher Hilfen

Begleitschreiben zum Erhebungsbogen



Evaluationsvorhaben des Bundes
Die Landeskoordinationsstelle unterstützt die Koordinierungsstelle auf Bundesebene bei der Evaluation der Bundesinitiative. Die Evaluation der Bundesinitiative erfolgt unter Berücksichtigung der in den Ländern bereits vorliegenden Evaluationsergebnisse. Ziel ist die Ermittlung der Versorgungsqualität der Familien und ihrer Kinder durch die Bundesinitiative und im Rahmen der dauerhaften Fondslösung. Die Länder stellen im Rahmen ihrer Fördergrundsätze sicher, dass folgende Daten auf kommunaler Ebene im Rahmen der Evaluation der Bundesinitiative durch die Koordinierungsstelle des Bundes erhoben werden können:

1. Im Kontext des Auf‐ und Ausbaus sowie der Weiterentwicklung von Netzwerken mit Zuständigkeit Frühe Hilfen werden anhand eines standardisierten Erhebungsinstrumentes
insbesondere Daten erhoben und zur Verfügung gestellt: zur Struktur und den Konzepten
der lokalen Netzwerke, Aufgaben, Profil und Qualifizierung der Netzwerkkoordinatorinnen
und ‐koordinatoren, Beteiligung der Netzwerkpartnerinnen und ‐partner sowie Steuerung
der Netzwerkarbeit und ihre Wirkungen.

2. Im Kontext des Einsatzes von Familienhebammen und vergleichbaren Berufsgruppen
werden anhand eines standardisierten Erhebungsinstrumentes insbesondere Daten erhoben
und zur Verfügung gestellt: zur Aus‐ Fort‐ und Weiterbildung der Fachkräfte, Modellen
des Einsatzes, der Koordination sowie der Qualitätssicherung und der strukturellen
Einbindung der Fachkräfte. Darüber hinaus sollen auch Daten zu den betreuten Familien
erhoben werden (Dokumentationsbogen des NZFH für die Familienhebammen und vergleichbare Berufsgruppen aus dem Gesundheitsbereich).

3. Im Kontext des Einsatzes von Ehrenamtlichen werden anhand eines standardisierten Erhebungsinstrumentes insbesondere Daten erhoben und zur Verfügung gestellt: zur Koordination und Einbindung Ehrenamtlicher in das lokale Netzwerk, der Schulung und Begleitung von Ehrenamtskoordinatorinnen und ‐koordinatoren und Ehrenamtlichen, der
strukturellen Merkmale des Angebots sowie zur die Zielgruppe begleitender ehrenamtlicher
Strukturen in den Frühen Hilfen.

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